header17072019

24.3.2022

Nach dem anfänglichen Schock über Putins kriegerischen Einmarsch in die Ukraine merken wir jetzt immer deutlicher, dass dieser Irrsinn weltweite Kreise zieht.

Die Bundesregierung vertritt eine Politik, von der sich unsere Koalitionsparteien über Jahrzehnte distanziert haben: Jetzt muss und wird unser Verteidigungshaushalt massiv aufgestockt! Wir können uns nur erstaunt die Augen reiben, wie die EU in Windeseile eine Einigkeit in ihren Sanktionen und Beschlüssen erreicht. Braucht es erst eine mörderische Bedrohung, auf die hin unsere Politik handeln kann?

Warum fällt es uns so schwer, Einigkeit in friedlichen Zeiten zu organisieren? Zur Sicherung der Energieversorgung kommt es zu wirtschaftlichen Verhandlungen mit den von uns bisher beargwöhnten Golfstaaten. Diese Notwendigkeit sichert unsere Existenz. Aber damit ist unsere reale Ohnmacht angesichts brutaler Gewalt nicht zu beschwichtigen.

Wir müssen zu unseren Gefühlen der Hilflosigkeit stehen. Nur über diese finden wir Solidarität mit den vielen, vielen unmittelbar Betroffenen und können uns vom Mitgefühl leiten lassen!

Dr. Markus Grun

­