
Die Frage nach dem wirklichen Leben, in unserer Arbeit, in unserem ganzen Dasein als Mensch beschäftigte unsere Namenspatronin Simone Weil (1909 – 1943). Die französisch-jüdische Kommunistin, Philosophin und christliche Mystikerin sah in der Entwurzelung die Grundursache für das Leiden einer zum Sklaven degradierten und vom Geld anderer abhängigen Arbeiterschaft. Sie plädierte für eine Ein-Wurzelung des Menschen in seiner ureigenen Tradition.
Die Aufmerksamkeit für das Leiden des Menschen führte Simone Weil schließlich zur Religion. Ohne einer Kirche anzugehören, entdeckte sie die christliche Mystik und gelangte in einer Zeit der weltweiten Umbrüche zu einem überzeugten Glauben. Als Grenzgängerin zwischen Religion und Politik, Glaube und Atheismus, Alltag und Poesie eröffnete sie Menschen unterschiedlichster Prägung Wege der Sinnfindung. (MEHR über Simone Weil lesen Sie hier.)

Ganz im Sinne seiner Namenspatronin will das Institut Simone Weil offen sein für alle Menschen, die auf der Suche sind, egal welcher Religion, welcher Bildungsebene oder welcher inneren Auffassung sie angehören. Unser Angebot richtet sich deshalb an alle, die ihre berufliche oder persönliche Entwicklung erweitern möchten.
Genau das war auch Kernanliegen des jüdischen Religionsphilosophen und Pädagogen Franz Rosenzweig, der 1922 in Frankfurt am Main in der pädagogischen Tradition jüdischer Erwachsenenbildung sein Lehrhaus eröffnete. Für Rosenzweig war das Lebenswissen des Erwachsenen die zentrale Form von Bildung. Seine Bildungsidee vom lebenslangen Lernen, die um die drei großen Themen GOTT – WELT – MENSCH kreist, inspiriert unsere Arbeit bis heute. Ganz in seinem Sinne besteht Lernen auch für uns in einem beständigen Wechselprozess von Lehrenden und Lernenden, von Geben und Nehmen. Eine so verstandene Bildung stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein und unterstützt Dialogfähigkeit, Religionsfreiheit und persönliche Sinnorientierung, sondern sie mündet zugleich in eine umfassenden Gesellschaftspädagogik, die unsere Demokratie schützt und stärkt.
Unsere Institutsgeschichte:
- 1984: „Lebens- und Glaubensschule Marktheidenfeld“
- 1998: Gündung des „Lehrhaus für Psychologie und Spiritualität, Institut Simone Weil“ mit den Marken tf TZI, Institutsname sowie Logo von Oskar Koller
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- 2026: Standortwechsel in die Großstadt Köln
Das Institut Simone Weil wird finanziell unterstützt durch die „Seubert-Riedmann-Stiftung, in Marktheidenfeld.


